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Drei Milliarden Euro für internationale Transfers in fünf Topligen

Drei Milliarden Euro für internationale Transfers in fünf Topligen
Der Transferwahnsinn im vergangenen Sommer hat auch nach offiziellen Angaben des Fussball-Weltverbandes FIFA alle Rekorde gebrochen. Laut dem "Big 5 Report", der die Aktivitäten der fünf Top-Ligen in Europa untersucht, wurden in Deutschland, England, Frankreich, Italien und Spanien 3,073 Milliarden Euro für internationale Transfers ausgegeben.

Das entspricht einer Steigerung von 31,7 Prozent gegenüber dem Sommer 2016. Die Summe ist ausserdem fast drei Mal so hoch wie die von 2012 (1,038 Milliarden). Dafür wechselten 1608 Profis den Verein (+6,2 Prozent). Der Report bildet alle Transfers ab, die über das im Oktober 2010 eingeführte International Transfer Matching System (ITMS) abgewickelt wurden.

Insgesamt wurden vom 1. Juni bis 1. September demnach weltweit 7590 internationale Transfers abgeschlossen. Die Kosten: 3,943 Milliarden Euro. Die "Big 5" schlossen mit 21,2 Prozent jeden fünften dieser Transfers ab, gaben dafür aber über drei Viertel der Gesamtsumme aus (77,9 Prozent).

Mehr Klubs geben mehr Geld aus

Als Gründe für den anhaltenden Boom nannte die FIFA die Tatsache, dass inzwischen mehr Klubs aktiv seien, die zudem durchschnittlich mehr Geld ausgeben - nämlich fast 18 Millionen Euro im Vergleich zu zwölf im Sommer 2012.

England ist mit 1,169 Milliarden Euro der "Big Spender" in Europa, die Bundesliga liegt hier mit 434,6 Millionen Euro auf Rang vier. Spanien erwirtschaftete als einzige Top-Liga einen Überschuss (94,5 Millionen Euro). In der Bundesliga steht ein Minus von über 134 Millionen Euro zu Buche - obwohl die 18 Klubs anders als die Top-5-Kollegen in Europa über die Hälfte ihrer neuen Spieler ablösefrei holten (56,8 Prozent).

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