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Mainz mit irrer Aufholjagd praktisch gerettet

Mainz mit irrer Aufholjagd praktisch gerettet
Big Points im Abstiegskampf: Nach einer wahren Energieleistung hat der FSV Mainz 05 glänzende Aussichten auf den Klassenerhalt in der Fussball-Bundesliga. Das Team von Trainer Martin Schmidt besiegte den Pokalfinalisten Eintracht Frankfurt trotz eines 0:2-Rückstandes 4:2 (0:1) und darf optimistisch in einer Woche beim 1. FC Köln antreten.

Branimir Hrgota traf zur Frankfurter Führung (42.), Haris Seferovic legte nach (50.). Jhon Cordoba (60.) und Kapitän Stefan Bell (62.) sorgten für den Ausgleich, ehe Yoshinori Muto (76.) und Pablo De Blasis in der Nachspielzeit den umjubelten Mainzer Sieg herausschossen.

Der FSV war zu Beginn des Duells der beiden schlechtesten Rückrunden-Teams die engagiertere Mannschaft und spielte vor 34.000 Zuschauern (ausverkauft) offensiver als der Gast vom Main, der noch nie ein Liga-Spiel in Mainz gewinnen konnte. Dennoch hatten die Frankfurter die erste gute Chance des Spiels, Seferovic scheiterte aber an Torwart Jannik Huth (31.).

"100 Prozent für die erste Liga" hatten die Mainzer Fans vor dem Anpfiff auf einem riesigen Banner gefordert. Schmidt veränderte dafür seine Startelf nach dem spielerisch schwachen 0:0 beim HSV auf zwei Positionen. Fabian Frei und Offensivspieler Bojan Krkic rückten ins Team. Eintracht-Trainer Niko Kovac tauschte nach dem 0:2 gegen den VfL Wolfsburg drei Spieler aus.

Seferovic Treffer reicht nicht

Den Gästen fehlte aber zunächst die Durchschlagskraft - wie schon am vergangenen Wochenende, als die Eintracht in Gedanken schon beim Pokal-Endspiel gegen Borussia Dortmund (27. Mai) zu sein schien.

Beim FSV war Cordoba fast immer anspielbar, über die Aussen wurde es Pablo De Blasis und Giulio Donati immer wieder gefährlich. Mainz spielte in der ersten Halbzeit gegen die zurückhaltenden Gäste mit Powerplay und lange nicht wie ein Absteiger - im Angriff fehlte aber die letzte Präzision.

Die Nachricht, dass nach einer halben Stunde die direkten Konkurrenten aus Wolfsburg und Hamburg zurücklagen, verbreitete sich trotz fehlender Durchsagen schnell im Stadion - "Mainz-Experte" Hrgota (sechs seiner zwölf Bundesliga-Tore gegen den FSV) traf die FSV-Fans dann aber direkt ins Herz.

Seferovic sorge nach der Pause für den zweiten Dämpfer, den die Hausherren erst einmal verarbeiten mussten. Das Schmidt-Team spielte aber weiter höchst engagiert und wurde belohnt.

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