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Klose: ''Ich habe auf der Insel einen neuen Fussball kennengelernt''
Gianluca Pizzoferrato
Von Gianluca Pizzoferrato
gianluca.pizzoferrato@sportal.email
 
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Klose: ''Ich habe auf der Insel einen neuen Fussball kennengelernt''
Im Januar 2016 verliess Timm Klose die Bundesliga und den VfL Wolfsburg, um auf der Insel bei Norwich City ein neues Abenteuer zu wagen. Der 28-jährige Schweizer entwickelte sich bei den "Canaries" auf Anhieb zum Leistungsträger, konnte aber auch nicht verhindern, dass der Klub aus dem Osten Englands aus der Premier League abstieg.

In einem exklusiven Gespräch mit sport.ch äussert sich Klose zu seinem Leben in der englischen Kleinstadt, zu den Herausforderungen in der zweiten Liga, zu seiner speziellen Situation bei Norwich und zu den Gerüchten über einen Wechsel zum FC Basel.

Entdeckungsreisen statt Videospiele

Nach viereinhalb Jahren in Deutschland beim 1. FC Nürnberg und dem VfL Wolfsburg, mit dem Klose einen Pokal- und Superpokalsieg feiern konnte, entschied sich der 28-Jährige im Januar 2016 für ein neues Abenteuer und wechselte auf die Insel zu Norwich City. "Jeder Fussballprofi, der ein Angebot aus der Premier League erhält, nimmt dieses natürlich gerne wahr", erklärt Klose gegenüber sport.ch seine damalige Entscheidung und fügt hinzu: "Ich fühlte damals, dass es der richtige Moment ist, um etwas Neues zu erleben." Der sympathische Basler sollte seine Entscheidung nicht bereuen, fand sich in der ostenglischen Kleinstadt schnell zurecht und erkundigte neugierig seine neue Heimat. "Ich bin nicht der Typ, der sich in der Freizeit zuhause einschliesst und Videospiele spielt", verrät der grossgewachsene Innenverteidiger.

Man kann hier sehr variantenreich essen und kulinarische Experimente wagen

Und an sehenswerten Highlights scheint es in der Region definitiv nicht zu fehlen: "Ganz in der Nähe kann man sehr viele schöne Kleindörfer mit wunderschönen Stränden entdecken", schwärmt Klose und weiter: "Es gibt Natur-Spektakel und Seelöwen-Kolonien, zudem ist auch die Hauptstadt London immer eine Reise wert." Selbst das gängige Klischee vom schlechten und ungesunden Essen kann Klose nicht bestätigen: "Ich muss zugeben, dass ich vor meiner Ankunft in dieser Hinsicht auch gewisse Vorurteile hatte. Ich wurde aber positiv überrascht - man kann hier sehr variantenreich essen und kulinarische Experimente wagen."

Die Championship - eine der härtesten Ligen der Welt

Leider lief es Klose - aus sportlicher Hinsicht - nur individuell gut, als Kollektiv stieg Norwich im vergangenen Sommer nämlich in die Championship ab. Wie kam es dazu, dass sich der Schweizer mit deutschen Wurzeln trotzdem für einen Verbleib bei den "Canaries" entschied? "Eigentlich hätte ich gerne weiterhin Premier-League-Fussball gespielt, aber der Klub signalisierte mir schnell, dass man mich behalten möchte", erinnert sich Klose zurück und fährt fort: "Ich habe die Entscheidung der Verantwortlichen natürlich akzeptiert und fand zudem das ambitionierte Projekt 'Wiederaufstieg' spannend." Erneut sollte der 14-fache Schweizer Nati-Spieler seine Entscheidung nicht bereuen: "Ich habe einen neuen Fussball kennengelernt, das wird mir in Zukunft bestimmt noch helfen", so Klose.

Klose: ''Ich habe auf der Insel einen neuen Fussball kennengelernt''

Die zweite englische Liga ist kein Honigkuchen und zählt zu den härtesten der Welt - eine Saison ist ganze 46(!) Spiele lang und eine Winterpause gibt es nicht. "Es ist kaum mit der Bundesliga oder Premier League zu vergleichen", erklärt Klose und spricht von ''stets äusserst intensiven" Begegnungen: "Der Fussball in der Championship ist sehr körperbetont. Es gibt hier Profis, die spielerisch zwar weniger gut sind, dies aber mit unbedingtem Kampf und grossem Laufpensum wettmachen. Deshalb kommt es immer wieder vor, dass spielerisch bessere Mannschaften bei eher kämpferischen Teams Punkte liegen lassen."

"Wiederaufstieg? In dieser Liga ist alles möglich"

Genau dies geschah auch Norwich City in der laufenden Spielzeit viel zu oft. Mit dem ambitionierten Ziel vom Wiederaufstieg in die neue Saison gestartet, steht der Absteiger nach 38 Runden mit 5 Punkten Rückstand auf einen Playoff-Platz lediglich auf Rang 8. "Wir sind natürlich unter den Erwartungen geblieben und auch ich habe nicht so konstant gespielt, wie ich mir das wünsche", meint ein ehrlicher Klose. Dass der Zug die Rückkehr in die höchste englische Spielklasse bereits 9 Spieltage vor Schluss abgelaufen ist, glaubt der 28-Jährige indes nicht: "In dieser Liga ist alles möglich. Wenn wir einen Lauf hinkriegen, besteht die Möglichkeit noch. Es ist schwierig, aber wir stecken bestimmt nicht auf", gibt sich der Abwehrspieler kämpferisch.

Es ist schwierig, aber wir stecken bestimmt nicht auf

Die individuelle Situation von Klose präsentiert sich nach dem Heimspiel vom Samstag gegen den Barnsley FC (2:0) weiterhin sehr speziell. Unter Coach Alex Neil stand der Schweizer in den beiden Partien davor nicht mehr im Aufgebot, doch der 35-jährige Schotte wurde am letzten Wochenende gefeuert - Alan Irvine übernahm die Mannschaft seither ad interim und nahm unseren Innenverteidiger - ganz nach dem Motto "neuer Trainer - neues Glück" - zumindest wieder ins Kader.

''Ich habe keinen Kontakt zum FCB''

Doch gemäss der Basler Zeitung dürfte Klose sowieso nicht mehr lange bei den Kanarienvögeln kicken - der Deal mit dem FC Basel für den kommenden Sommer soll schon fast durch sein. "Ich habe keinen Kontakt zum FCB", versichert der ehemalige Thuner Abwehrchef.

Klose: ''Ich habe auf der Insel einen neuen Fussball kennengelernt''

Dass der ehemalige FCB-Junior aber irgendwann in Zukunft zum Schweizer Serienmeister zurückkehren will, stimmt hingegen schon: "Basel ist meine Stadt und ich bin zuerst bei den Old Boys und dann beim FCB fussballerisch aufgewachsen. Es ist also kein Geheimnis, dass ich irgendwann ans Rheinknie zurückkehren möchte", so ein ehrlicher Klose.

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