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Ein unglaublicher Knipser - von Nati-Trainer und Topklubs ignoriert
Gianluca Pizzoferrato
Von Gianluca Pizzoferrato
gianluca.pizzoferrato@sportal.email
 
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Ein unglaublicher Knipser - von Nati-Trainer und Topklubs ignoriert
Am Donnerstag trifft die Schweizer Nationalmannschaft von Vladimir Petkovic in der WM-Qualifikation auf Ungarn. Mit Nemanja Nikolics hat Bernd Storck - Trainer des EM-Achtelfinalisten - einen unglaublichen Knipser in der Hinterhand.

Nur: Aus unbekannten Gründen wird der 28-jährige Stürmer seit Jahren von den ungarischen Nati-Coaches mehr oder weniger ignoriert - genauso wie von den internationalen Topklubs.

Eine Tormaschine ohne Vergleich

Nikolics ist der perfekte Mittelstürmer. Der Sohn einer Ungarin und eines Serben ist 1,80 Meter gross, beidfüssig, kopfball- sowie abschlussstark und scheint dazu immer am richtigen Ort zu stehen. Einige Zahlen beweisen die wahnsinnige Treffsicherheit des 23-fachen ungarischen Nationalspielers auf beeindruckende Art und Weise. In der letzten Saison ballerte der 28-Jährige den jetzigen Champions-League-Teilnehmer Legia Warschau mit 28 Treffern praktisch im Alleingang zum polnischen Meistertitel und sicherte sich konkurrenzlos die Torjägerkanone.

Ein unglaublicher Knipser - von Nati-Trainer und Topklubs ignoriert
Auch in der laufenden Spielzeit steht Nikolics bereits wieder bei 10 Toren in 19 Pflichtspielen. Doch der Ungar ist nicht nur seit dem letzten Jahr so treffsicher, sondern ist der geborene Mittelstürmer. Vor seinem Wechsel in die Extraklasa spielte der Angreifer beim Videoton FC in der Heimat und verbuchte dort in 189 Einsätzen starke 108 Tore und 32 Vorlagen. Davor stand der ungarisch-serbische Doppelbürger bei Kaposvári Rákóczi unter Vertrag, wo ihm in 51 Partien 31 Treffer gelangen. Im Dress der Legia sind es mittlerweile 46 Torerfolge in 74 Pflichteinsätzen - unglaubliche Zahlen.

Keine Anerkennung für den "Mr. Torgefahr"

Und doch: Nikolics bekam für seinen fantastischen Torriecher - der 28-Jährige duelliert sich Saison für Saison mit Lionel Messi und Cristiano Ronaldo auf Entfernung um den goldenen Schuh - nie die verdiente Anerkennung. Im Sommer 2015 war der Stürmer ablösefrei zu haben, doch kein einziger - auch nur mittelmässiger - Klub aus den europäischen Topligen verschwendete auch nur einen Gedanken an ihn.

Ein unglaublicher Knipser - von Nati-Trainer und Topklubs ignoriert
Auch in der Nationalmannschaft setzten Sándor Egervári, Attila Pintér und jetzt Storck Nikolics nur selten und - wenn überhaupt - als Joker ein. An der EM-Endrunde sammelte der Legia-Knipser gerade mal 39 Einsatzminuten und lieferte dabei einen Assist. Bei der 0:0-Blamage zum Quali-Auftakt gegen die Färöer bekam der 28-Jährige nur 20 Minuten Zeit, um eventuell doch noch etwas zu reissen. Der 30-jährige Tamás Priskin, der im Schnitt (fast) nur halb so viele Tore erzielt wie Nikolics, wurde bevorzugt. Eigentlich unglaublich, oder etwa nicht? Was der Ungar in seinem letzten Leben wohl verbrochen hat, um nun so neben das Rampenlicht zu geraten?

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